Münchener Biennale

Festival für Neues Musiktheater

Event Details

02. - 09. Juni 2018
Skull ark, upturned with no mast
whiteBOX

Uraufführung: 02. Juni, 18:30 Uhr
Weitere Termine


06. - 11. Juni 2018
Up Close and Personal

whiteBOX-Gastatelier

Uraufführung: 06. Juni, 21:00 Uhr
Weitere Termine

In Kooperation mit der

Wer den Satz „Das ist meine Privatsache!“ ausspricht, hat ein unmissverständliches Anliegen: er verbittet sich jegliche Nachfragen zu Thematiken, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Und doch hört man den Aufruf zum Schutz der Privatsache immer seltener. Große Teile der Weltgesellschaft geben sich seit über einem Jahrzehnt fast rauschhaft den zahllosen Möglichkeiten zur Aufhebung des Privaten hin. Mehr noch: Sie tun es unwiderruflich. Denn die Systeme, denen Intimstes anvertraut wird, verewigen die platzierten Informationen, speichern Bilder, Aussagen, Zahlungs- und Gesundheitsdaten weit über die persönliche Lebensdauer hinaus - die Bedeutungen des Ausdrucks „Privatsache“ haben sich weitreichend verschoben. Und so scheint es nicht weniger sinnfällig, dass in genau diesem Moment den auf Abstraktion und Versinnlichung spezialisierten Ausdrucksweisen des Künstlerischen eine bedeutsame Rolle bei der Interpretation dieser wirkmächtigen Veränderungen zufällt. Insbesondere dem Musiktheater wohnen einzigartige Möglichkeiten inne, im Zusammenwirken von Klang, Stimme, Körper, Raum und Sprache über die simultanen An- und Überforderungen einer medial gesteuerten Gegenwart zu erzählen. Manos Tsangaris und Daniel Ott konzipieren daher die nächste Biennale als musikdramatischen Forschungsraum zur PRIVATSACHE.

 

Skull ark, upturned with no mast | whiteBOX

Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart, Kooperation mit der whiteBOX.art München, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und Elektronisches Studio der TU Berlin, Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Komposition und Konzeption: Clara Iannotta; Architektur: Anna Kubelik; Lichtdesign: Eva G. Alonso

Mit: Johanna Zimmer (Sopran, Neue Vocalsolisten), Truike van der Poel (Mezzosopran, Neue Vocalsolisten), Karin Hellqvist (Violine), Emma Iannotta (Tanz), Chris Swithinbank (Sound)

Welche Dimensionen des Wortes "Privatsache" stehen eigentlich im Raum, wenn extreme äußere Bedingungen das Dasein bestimmen? Dies fragten sich Clara Inanotta und Anna Kubelik, als sie auf ein frappierendes Naturereignis stießen. In einem Artikel lasen sie von zwei Garnelen, die als Larven in einen Gießkannenschwamm gespült wurden. Fixiert im Inneren des Schwamms wuchsen die Garnelen auf, erhielten dort alle notwendigen Nährstoffe und lebten ihr (ungewöhnlich langes) Leben in unfreiwilliger Abgeschlossenheit von der Außenwelt. Die Frage wäre nun: wird ein solcher Zustand als natürlich empfunden, wenn er bereits im frühesten Entwicklungszustand eines Lebewesens eintritt? Oder erwirken vererbte Instinkte ein wie auch immer geartetes Bewusstsein von der erzwungenen Einschränkung des natürlichen Verhaltensspektrums und lösen Widerstandsimpulse aus? Eingeklemmt in die Strukturen einer raumgreifenden Skulptur simulieren in Iannottas Musiktheater vier Sängerinnen, Musikerinnen und Tänzerinnen die widersprüchlichen Umstände einer fast vollständigen Einschränkung privater (Instinkt-)Bedürfnisse und fragen nach verbliebenen Handlungsmöglichkeiten in Zuständen absoluter Isolation.

 

Up Close and Personal | Gastatelier

Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart, Kooperation mit der whiteBOX.art München, Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Komposition: Kaj Duncan David; Regie und Bühne: Troels Primdahl

Mit: Daniel Gloger (Countertenor, Neue Vocalsolisten)

Als gefragter Countertenor und Performer widmet sich Daniel Gloger voll und ganz seiner Arbeit. Jede Woche in einer anderen Stadt auftretend und nur selten im eigenen Bett schlafend, lebt er einen nomadischen Lebensstil, der absolute Hingabe erfordert. Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben sind hierbei fließend. Um diesem Zustand entgegenzuwirken, versucht Gloger seine "ICH-Zeit" zu optimieren: Er übt sich in Meditation, versucht die Bedürfnisse seines Körpers zu respektieren, nimmt sich Zeit für Entspannungsübungen und erweitert seinen intellektuellen Horizont anhand von Literatur, Musik und Kunst. Allerdings lebt er ja in einer Zeit, in der sich persönliches und spirituelles Wohlbefinden Dank einer Vielzahl intelligenter Lösungsangebote sogar bei engem Zeitplan realisieren lassen. In der whiteBOX, in welcher Gloger ein Gästeapartment bezogen hat, bietet der Künstler den Zuschauern der Biennale an gleich mehreren Tagen während des Festivalzeitraums die Möglichkeit, ihn vor Ort zu besuchen und einen Einblick zu gewinnen in die Besonderheiten seiner täglichen Abläufe und seines ganz eigenen, privaten Lebensstils.

 

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