EASTERN MUNICH

Interkulturalität und Interreligiosität in neuem Licht

Event Details

EASTERN MUNICH

Projektion im öffentlichen Raum zum Thema Interkulturalität und Interreligiosität

Konzept und Umsetzung: Lia Sáile


19. & 20. Oktober 2019 | 19 - 2 Uhr
Ort: Wittelsbacher Platz

Eröffnung und Sonderveranstaltung:

19. Oktober 2019 | 19 - 2 Uhr
Lange Nacht der Münchner Museen

Einführungen durch die Künstlerin:
Sa., 19.10., 21 und 23 Uhr
So., 20.10., 20 Uhr

 

15. - 31. Mai 2020
Installation EASTERN MUNICH
Ort: whiteBOX

 

Projektpartner:
Hochschule für Philosophie München

Förderer
Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Kulturstiftung der Stadtsparkasse München, innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft, Erzbistum München und Freising: Referat für interreligiösen Dialog und die Abteilung für Kunst- und Kulturmanagement

Dank an:

Münchner Forum für Islam e.V.

Das Kunstprojekt im öffentlichen Raum EASTERN MUNICH setzt sich mit den Themen Interkulturalität und Interreligiosität in der Stadt München auseinander. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Religionen im Stadtraum und davon ausgehend in der Gesellschaft manifestieren. Sakralbauten werden dabei als zentrale Räume der monotheistischen Religionen gedeutet. Diese sind allerdings für viele Menschen der modernen urbanen Gesellschaft abgekoppelte und „verschlossene“ Räume, die im Alltag, trotz ihrer Präsenz im Münchner Stadtbild, mit einer unbewussten Hemmschwelle verbunden sind. Auch werden Sakralbauten nur von wenigen Menschen, selbst Gläubigen, besucht und trotz ihrer Dichte – abgesehen von touristischen Anreizen wie beim Beispiel der katholischen Frauenkirche – kaum wahrgenommen. Zudem suchen religiös lebende Menschen oft nur die eigene Religion in ihrer jeweiligen Kirche, Synagoge oder Moschee auf. Damit bleiben Religionen innerhalb einer Großstadt letztlich untereinander separat, opak und in ihrer jeweiligen Eigenheit und ihrem Potenzial oft unverstanden.

Die Intervention EASTERN MUNICH will diese Grenzen aufbrechen und neue intuitiv zugängliche Erfahrungsräume eröffnen. Basis künstlerischer Formgebung ist das Licht. EASTERN MUNICH projiziert in großangelegten Videoprojektionen auf den Boden eines ausgewählten öffentlichen Platzes im Herzen der Stadt (Wittelsbacher Platz) die Grundrisse verschiedener vergangener, heutiger und zukünftiger religiöser Bauten und Räume aus München. Durch das Überlagern und Ineinanderschieben der Projektionen lebensgroßer Sakralbauten werden die Grundrisse im öffentlichen Raum nicht nur sichtbar, sondern durch ihre Offenlegung auch „betretbar“ und ermöglichen so virtuelle Grenzüberschreitungen.


Dadurch möchte EASTERN MUNICH neue Erfahrungen provozieren: Was sind die Eigenheiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der monotheistischen Religionen, die sich an ihren Sakralbauten im Stadtbild zeigen? Welche Asymmetrien ergeben sich zwischen der Sichtbarkeit im Stadtbild Münchens und der Präsenz von Religion(en) in öffentlichen Diskursen? Welchen Einfluss haben diese Spannungsverhältnisse auf die gesellschaftliche Wahrnehmung von Religion und Interreligiösität? Wie lassen sich vergangene (zerstörte), gegenwärtige und zukünftige (virtuelle) in ihrem Verhältnis zueinander erfahrbar machen und welche Spannungen ergeben sich daraus? Wo befinden sich psychologische Grenzziehungen und wo sind Grenzüberschreitungen nötig und möglich?

Das Projekt wird von der interdisziplinären Medienkünstlerin Lia Sáile in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Michael Reder (Lehrstuhl für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Völkerverständigung an der Hochschule für Philosophie München) entwickelt. Trägerin des Projekts ist die whitebox Kultur gGmbH in Kooperation mit der Hochschule für Philosophie München.

Lia Sáile

Lia Sáiles künstlerische interdisziplinäre Praxis umfasst Formate wie analoge sowie digitale Bildmedien, 3D-Programmierung, ortsspezifische Installationen und Kunst im öffentlichen Raum. Neben Soloausstellungen in Malta, USA, Deutschland und Österreich, zeigte sie Arbeiten in Gruppenausstellungen und Screenings unter anderem in den USA, Brasilien, Indien, Frankreich, Italien, Tschechien, Serbien, Griechenland und China. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit Grenzen, deren Überschreitung, Übergänge und Zwischenräume im medialen, (inter-)kulturellen, politischen und sozialen Kontext. Anhand manifester Wirklichkeitsfragmente untersucht sie soziale und politische Themenfelder wie Kulturalität, Tradition, individuelle und kollektive Identitätsbildung und Zugehörigkeit sowie Differenz und Abgrenzung. 2019 ist sie Artist in Residence in der whiteBOX.

>> www.liasaile.com

 

Prof. Dr. Michael Reder

Prof. Dr. Michael Reder ist Sozial- und Religionsphilosoph. In seiner Forschung an der Hochschule für Philosophie in München beschäftigt er sich mit (inter-)religiösen und (inter-)kulturellen Aspekten der globalisierten Welt. Er studierte Philosophie, Theologie und Volkswirtschaft in München, Tübingen und Fribourg und habilitierte sich 2011 an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit über „Religion in säkularer Gesellschaft“. Seit 2012 ist er an der Hochschule für Philosophie in München Inhaber des Lehrstuhls für praktische Philosophie mit dem Schwerpunkt Völkerverständigung. Seine Arbeitsgebiete inkludieren Politische Philosophie mit globalem Fokus, Kultur- und Religionsphilosophie, inter-kulturelle Philosophie und Philosophie der Gegenwart. Seit 2016 ist er Leiter des Instituts für Ethik und Sozialphilosophie an der Hochschule für Philosophie, dessen Ziel es ist, neben ethischer Grundlagenforschung, soziale, politische und kulturelle Veränderungen philosophisch zu verarbeiten. Des Weiteren leitet er das Forschungs- und Studienprojekt „Globale Solidarität – Schritte zu einer neuen Weltkultur“, das sich schwerpunktmäßig mit interkulturellen und interreligiösen Fragen auseinandergesetzt.

 

 

              

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